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Was ist Shodo? --- die Vier Schätze des Gelehrtenzimmers





Pinsel

Die Schreibpinsel (Fude) sind die wichtigsten Werkzeuge für Shodo. Sie bestehen aus Haaren verschiedener Tiere und einem Bambus- oder Holzstift.
Pferde-, Marder- und Hirschhaare haben starken Widerstand und eine hohe Biegsamkeit, um kräftige Kanji optimal schreiben zu können. Im Vergleich dazu sind Schaf- und Katzenhaare sehr weich. Die sind zum Schreiben für sanfte Hiragana oder für Tuschmalerei sehr gut geeignet.



Tusche und Reibstein

Richtige Shodo fängt mit der Selbstherstellung der flüssigen Tusche an. Dieser Prozess ist die Vorbereitung für die Einigung des Körpers und des Geistes. Während des Reibens reinigt sich die Seele durch den Duft der Tusche. Das bewusste Atmen bringt innere Ruhe und Respekt für das Kunstwerk. Dafür benötigt man die Stangentusche (Sumi) und den Reibstein (Suzuri). Für die Stangentusche wird Ruß von Pinien mit Leim vermischt und danach in längliche Stiftform gepresst und getrocknet. Diese Stifte werden auf dem Reibstein (meistens aus einem glattgeschliffenen Stein gefertigt) mit Wasser gerieben, bis der erwünschte Farbgrad erreicht ist.



Papier

Es gibt chinesische und japanische Papiere (Kami), sowohl handgeschöpfte als auch maschinell hergestellte.
Aus Bambus oder Stroh hergestelltes chinesisches Papier ist sehr dünn, hat aber eine sehr hohe Saugfähigkeit. Japanisches Papier wird aus der Rinde verschiedener Bäume hergestellt und ist dicker und stärker. Die wichtigste Voraussetzung für Shodo ist die richtige Saugfähigkeit des Papiers, um den gewünschten Charakter für das Kunstwerk schöpfen zu können.



Weitere Schreibutensilien

Zusätzlich braucht man einen Papierbeschwerer, eine Filzunterlage für das Papier, eine Pinselablage, eine Pinselmatte und ein kleines Gefäß für das Wasser.


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