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Was ist Shodo? --- Grundtechnik

Die schöne Schrift kommt aus der richtigen Haltung heraus. Man sitzt aufrecht und der Abstand vom Tisch soll etwa eine Faustgröße betragen. Die Pinselhaltung ist von Pinselgröße und Schriftgröße abhängig. Auf jeden Fall schreibt man nicht nur mit dem Handgelenk, sondern mit dem ganzen Körper. Das Gefühl des Zentrums (Bauch) mit tiefem und ruhigem Bauchatmen ist dabei besonders wichtig. Für die Technik der Pinselführung sind Druck und Geschwindigkeit des Pinsels maßgebend. Und es gibt bestimmte Gesetze, wie ein Strich anfangen und enden muss.

Die Acht Grundstriche

Kanji "永" ( "Ei " bedeutet Ewigkeit) befolgt die "acht Prinzipien des Schriftzeichens" (Eijihappo), die wichtigsten Grundstriche der japanischen Kalligraphie.

Eijihappo - Shodo Grundstriche
Soku
(Punkt)
Soku - Punkt
Roku
(Quer)
Roku - Quer
Do
(Geradeaus)
Do - Geradeaus
Teki
(Haken)
Teki - Haken


Saku
(Abheben)
Saku - Abheben
Ryaku
(Schräg)
Ryaku - Schräg
Taku(1)
(Picken)
Taku(1) - Picken
Taku(2)
(Vorwärtsdrängen)
Taku(2) - Vorwärtsdrängen

Reihenfolge der Schriftzeichen

Ein strenges Gesetz gilt bei der Reihenfolge der Schriftzeichen. Dieses Gesetz ist nicht nur beim Shodo, sondern auch beim Alltagsschreiben gültig. Für die Reihenfolge der Kanji kann man keine allgemeinen Regeln aufstellen, aber einige Grundmuster sind erkennbar.
  1. Immer von oben nach unten schreiben.
  2. Immer von links nach rechts schreiben.
  3. Zuerst waagerechte Striche von links nach rechts, dann senkrechte Striche von oben nach unten schreiben.

Zweifachschreiben verboten!

Ein absolutes Verbot des Shodo ist "Zweifachschreiben":
Ein geschriebenes Schriftzeichen darf niemals nachträglich ausgebessert werden.

Die Schönheit des Shodo machen Linie, Form, Schwung, Balance, Tuschfarbe und Inhalt aus.
Und nicht zuletzt durch die Persönlichkeit und den Ausdruck des Kalligraphen entsteht ein Kunstwerk.



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